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Zinsen bleiben unbeweglich bis 2019?
Finanzwirtschaft16.06.2018

Während in Amerika noch zwei Zinserhöhungsrunden ausstehen und der US-Leitzins schon jetzt bei 2% hält, verspricht Mario Draghi keine Bewegung vor 2019. Leitzins-gebundene Immobilienkredite gelten bis dahin als empfehlenswert.

Amerikas Wirtschaft brummt - Trump dreht an der Steuerschraube, protektioniert die eigenen Güter und hat keinerlei Skrupel zu Lasten der Umwelt zu wirtschaften - das lässt die Wirtschaft steigen. Anlass genug für Jerome Powell, den 16. Direktor der US-amerikanischen Federal Reserve Bank, in der bereits vierten Zinserhöhung dieses Jahres die amerikanischen Leitzinsen auf 2% zu heben. Indes bekräftigt die Europäischen Zentralbank (EZB) ihre Leitzinsen noch bis mindestens Sommer 2019 unverändert zu lassen. Das steht symptomatisch für das Auseinanderdriften der einstig eng akkordierten Marktwirtschaften dies- und jenseits des Atlantiks.

Auf und Ab an der Börse

Schon seit einigen Wochen rechneten viele mit der jetzt beschlossene Anhebung der Fed-Fund-Rate um 25 Basispunkte (BP) auf 1,75%-2,00%. Unklar war lediglich ob schon jetzt oder noch bis zum Jahresende gewartet werden würde. Die Mutmaßungen darüber sind mittlerweile gegenstandslos, Fed-Sprecher stellten anlässlich der Zins-Anhebung noch zwei weitere in diesem Jahr in Aussicht. Als - ebenfalls in Amerika, in New York - zu Beginn der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstagnachmittag der Fahrplan für die folgenden geldpolitischen Entscheidungen vorgestellt wurde, reagierte die Börse mit einer Aufwertung der Gemeinschaftswährung. Offenbar gingen die Händler davon aus, dass die Notenbank ein Ende des Quantitative Easing (QE) genannten Anleihe-Ankauf-Programms in Angriff nehmen würde. Wenig später stellte Mario Draghi klar, dass dies nicht so schnell geschehe. Ein Ende des QE bedeutet entgegen der Meinung vieler Experten offensichtlich kein Ende der Nullzins-Phase.

Anleihen-Ankäufe mit Dezember eingestellt

Zu Beginn der Sitzung machte die EZB klar: das Anleihen-Ankaufprogramm wird ab September gedrosselt und soll mit Dezember eingestellt werden. Entsprechend dieser klaren Ansage stieg der Euro. Unmittelbar darauffolgend stellte die Notenbank aber klar: der Erlös von auslaufenden Papieren werde vollumfänglich auf noch unbestimmte Zeit reinvestiert. Das bedeutet also keine Spur von einer Reduktion der im Umlauf befindlichen Geldmenge. Spekulanten gefällt dies, denn die Aktien legten zu.

Gegen Ende der Sitzung die klare Ansage: der Leitzins soll wie auch der Einlagensatz mindestens noch bis Sommer 2019 nicht erhöht werden. Mitunter wurde dies von einigen Marktteilnehmern noch im ersten Halbjahr für möglich gehalten. Ab diesem Zeitpunkt zeigte sich aber klar, dass die EZB in Opposition zur US-Notenbank Fed geht und den Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik noch auf die lange Bank schiebt. Das bewirkte ein Absacken des Euros im Vergleich zum Dollar .

Hintergrund

Die unterschiedlichen Strategien der beiden wichtigsten Notenbanken liegen an den auseinanderklaffenden wirtschaftlichen Realitäten. Die US-Konjunktur läuft in den Staaten wie geschmiert, entsprechend wurde die Wachstumsprognose der Fed für 2018 von 2,7 auf 2,8 Prozent angehoben. In der Eurozone lassen die Messwerte ein abflauendes Wachstum erkennen. Demnach senkte auch die EZB ihre Einschätzung  für das heurige Jahr von 2,4 auf 2,1 Prozent. Länder wie Italien, Portugal oder Griechenland sind nach wie durch minimales Wachstum gezeichnet, auch die Arbeitslosigkeit ist im Süden des Währungsblocks nach wie vor zu hoch.

 

 

 

Finanzwirtschaft10.06.2015Beitrag drucken

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