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PSD2 - der Schlüssel zur Bankfestung
Finanzwirtschaft29.01.2018

Geld-Transfer. 2018 werden europaweit Zahlungen einfacher, günstiger und sicherer. Vor allem Verbraucher sollen davon profitieren, am stärksten betrifft es aber Banken.

Das neue Regelwerk firmiert unter dem Namen PSD2 (Payment Service Directive) und ist alles andere als belanglos. Experten gehen von mehr als einer Milliarde betroffener Konten in Europa aus. Der monetäre Austausch wird damit grundlegend verändert. Ähnlich geldhistorischer Meilensteine wie den ersten Kreditkarten zu Beginn der 1960er Jahre oder digitaler Überweisungen ab 2000 erachten Experten dies als Disruption im Zahlungsverkehr.

Die EU folgt mit dieser Neuordnung dem Wunsch nach mehr Wettbewerb im europäischen Geldraum – und diesen so sicher, bequem und billig wie möglich zu machen. Die "Payment Service Directive" erweitert erstmals das Monopol der Banken, Zugriff auf Kontodaten sollen nun auch Dritte bekommen. (Selbstverständlich nur nach Einwilligung der Inhaber.) Geldinstituten kommt damit ein lukratives Alleinstellungsmerkmal abhanden: Jetzt wissen nicht mehr nur exklusiv die Banken, wie viel Geld Privatkunden haben, und für was sie es ausgeben. Produkte wie etwa Baufinanzierungen, Kredite, Versicherungen oder Wertpapiere können nun auch passgenau von extern angeboten werden.

Schnittstellen erlauben Zugriff auf Konto

In Zukunft müssen Bankhäuser also auch Drittanbiertern wie Finanz-Start-ups (Fintechs) den Zugriff auf Konten und Daten ihrer Kunden ermöglichen. Das sind z.B. Unternehmen, die Zinsen auf Tagesgeld-Konten unterschiedlicher Banken vergleichen und den Geldtransfer dorthin anbieten. Andere helfen beim Sparen mittels automatisierter Sicherung kleinerer Beträge.

Ein fruchtbringendes Geschäftsfeld entsteht gerade auch für digitale Vermögensverwalter wie z.B. Scalable Capital. Die volle Kraft der künstlichen Intelligenz steht Kunden damit in Form von smarten Fondssparplänen, intelligenter Vermögensstrukturierung und Kapital-Übersicht zur Verfügung.

Steigende Konkurrenz, neue Produkte

Für Banken brechen damit ungemütliche Zeiten an. Bankiers bemängeln den Umstand, dass Drittanbieter damit einen legal definierten Zugang zur Infrastruktur der Banken hätten. Umgekehrt gelte das nämlich nicht.

In einem Gespräch mit heise.de sieht Thomas Sontheimer von der Beratungsgesellschaft Accenture mit "PSD2" eine Erschütterung des Geschäftsmodells von Banken. Einerseits sorgt es für eine erhöhte Transparenz, von einem bevorstehenden Preiskampf werden schließlich Konsumentinnen profitieren. Ebenso von umfangreicheren Services, da Angebote von Fintechs etwa die Verwaltung mehrerer Konten auf einmal ermöglichen oder Geldüberweisungen nicht mehr zwingend über die Hausbank laufen müssen.

Klassische Banken zum Update gezwungen

Für Verbraucher gibt es aber keinen Grund sich zu fürchten, dass ihre Daten unkontrolliert abgefragt werden. Die Weitergabe muss explizit genehmigt werden, eine Abfrage erfolgt nur via Hausbank und auch nur für den konkret angefragten Zweck. Das garantiert die EU mit dem Verbot maschinengesteuerten Auslesens von Girokonten, womit sämtliche Zahlungen und Gewohnheiten von Bankkunden abgefragt werden könnten.

 

Finanzwirtschaft10.06.2015Beitrag drucken

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