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Jeder zweite Wiener wohnt bald alleine
Wohnraum13.06.2018

Problem: Adäquater Wohnraum, denn nur 17 % des verfügbaren Wohnraums ist geeignet für Singles

Wien ist - neben vielem anderen - auch eine Studentenstadt. Dank vergleichsweise guter Bildungsqualität und geringer Gebühren. Parallel dazu wird dank ausgezeichneter medizinischer Versorgung unsere Gesellschaft immer älter. Es gibt viele Senioren, die alleine leben. Addiert mit der ebenso zeitgeistigen Erscheinung - der steigenden Zahl von Geschiedenen - ergibt das eine erstaunlich hohe Anzahl Alleinlebender: 43 Prozent aller Wiener leben in einem Ein-Personenhaushalt. Voraussichtlich wird dieser Wert bis 2035 sogar auf 60 Prozent steigen. Aus soziologischer Sicht vielfältig interpretierbar, trifft diese Menschen ein handfestes Problem. Denn derzeit sind lediglich 17% aller verfügbaren Wohneinheiten für Singles konzipiert. Michael Pisecky, Fachgruppenobmann der Immobilientreuhänder in der Wirtschaftskammer Wien: „Singlewohnungen sind in Wien sehr gefragt, extrem knapp und daher vergleichsweise teuer. Viele Singles müssen auf größere Wohnungen ausweichen, was aufgrund des Plus an Wohnfläche höhere Miete und Betriebskosten bedeutet. Wien braucht deshalb dringend Initiativen für kleinere Wohnungen.“

Politik ist gefordert zu Investitionen anzuregen

Das Fehlen von ansprechenden Singlewohnungen zieht sich quer durch die gesamte Wohnsituation, ob es sich nun um Gemeinde-, Genossenschafts- oder private Wohnungen handelt. Für private Vermieter ist ein Umbau oftmals wirtschaftlich risikoreich - denn mehr einzelne Mieter bedeutet auch eine höhere Anzahl von Nebenräumen. Daraus resultieren wiederum höhere Kosten, welche sich selten durch höheren Mieteinnahmen wieder einspielen. Pisecky: „Bei älteren Gebäuden ist es meist sehr kostenintensiv aus einer 100 Quadratmeter Wohnung zwei Wohnungen mit zwei Küchen, zwei Bädern und zwei WC`s zu errichten. Steuerliche Anreize können dazu beitragen, dass mehr Vermieter diese Investitionen riskieren. Ist eine Wohnung kleiner als 30 Quadratmeter, dann fällt diese aus der Kategorie A hinaus und der Vermieter muss nach dem teuren Umbau sogar Mindereinnahmen in Kauf nehmen. Viele scheuen die Bauarbeiten auch deshalb, weil die behördlichen Auflagen enorm sind und lange Leerstandzeiten befürchtet werden. Hier muss es rasch zu Reformen und Initiativen für kleinere Wohnungen kommen.“

Alles Neue muss kleiner werden

Die letzten Jahre waren schon von diesem Bewusstsein geprägt. Viel mehr der neuen Wohnungen wurden mit einer Größe zwischen 45 und 65 Quadratmeter gebaut und eignen sich somit für Singles. Von der Prestige-Klasse - den beiden obersten Stockwerken - erwarten sich Vermieter aber immer noch höhere Renditen. Viele dieser in Luxuswohnungen verwandelten Dachausbauten verfügen über generöse Terrassen. Pisecky: „Bereits jetzt müssen Vermieter bei großen Wohnungen die Mieten senken, um überhaupt einen Mieter zu finden. Es muss sich endlich durchsetzen, dass Singlewohnungen auch den Dachgiebel erreichen.“

Alternative Formen des Zusammenlebens

Das umtriebige Viertel beim neuen Wiener Hauptbahnhof - das Sonnwendviertel - ist unter anderem auch Schauplatz für neue Formen des Zusammenlebens. Die dort entstehenden Gemeinschafts-Wohn-Projekte sind vermutlich nicht Jedermann´s Sache. Der Fokus liegt gerade nicht auf pompöse Luxuswohnungne, sondern auf Gemeinschaftsräumen wie Küche, Garten und Sportflächen. Die einzelnen Wohnungen sind eher nur zum Schlafen und Zurückziehen gedacht. Diese vor allem für jüngere Generationen interessante - weil kostengünstigere und "vernetztere" - Variante zielt aber auch explizit auf Senioren ab. In jedem Stockwerk befindet sich eine Art Pflegewohnung, in der Senioren alles finden, was sie brauchen. Gekocht und gewaschen wird im Kollektiv. So kann Gemeinschaft intergenerationell gelingen.

Wohnraum10.06.2015Beitrag drucken

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