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Die Zukunft der Baufinanzierung - das Gespräch
News & Trends11.09.2017

Die Vergleichsplattform für Versicherungs- und Finanzprodukte vergleich24.at hat sich mit creditnet-CEO Wolfgang Maurer zum Gespräch über die Zukunft der Baufinanzierung getroffen.

Durch die Digitalisierung ist für viele ist ein Leben ohne Handy bzw. Smartphone nicht mehr vorstellbar. Heute 25 Jährige haben ihr ganzes Leben im Handy – Freund auf Facebook, Bestellungen bei Amazon, Unterhaltung mit Netflix - nur beim Banking ist die Sache komplizierter.

Immobilien-Kredite sind günstig wie nie, gleichzeitig schießen die Preise für Wohnungen und Häuser seit Jahren förmlich in die Höhe – und dass nicht nur in Wien und anderen Ballungsräumen. Wie schätzen Sie mit Ihrer Jahrzehnte langen Erfahrung aktuell die Lage bei Baufinanzierungen in Österreich ein?

In Deutschland und Österreich ist keine keine Immobilien-Blase erkennbar. Eine Blasenbildung würde von zwei wesentlichen Faktoren abhängen: zum Einen dem Verhältnis von Miete zu Kreditkosten. Das ist aus meiner Sicht in Ordnung. Zum anderen gibt es hier kaum Leerstand. Das heißt der Bedarf und die Preise steigen im gleichen Ausmaß. Im Gegensatz dazu zeichnet sich in China sehr wohl eine Immobilien-Blase ab. Dort stehen 15-20% der Wohnflächen leer. Gleichzeitig ist der Preis fürs Wohnen dort sehr hoch.

Nicht wenige Österreicherinnen und Österreicher vergaloppieren sich jährlich bei ihrer Immobilienfinanzierung – und landen oft sogar in der Überschuldung. Wie sollte eine solide Baufinanzierung für den Durchschnitts-Konsumenten Ihrer Meinung nach aussehen?

Nur bei Schicksalsschlägen oder Einzelfällen, wenn etwa der Job verloren wird. Die verantwortungslose Kreditvergabe österreichischer und deutscher Banken ist in der Baufinanzierung nicht zu bestätigen. Wir sprechen ja nicht von Verbrauchsgütern bzw. Konsumgütern, wo für den fünften Fernseher ein Privatkredit aufgenommen wird – was ja viele Jugendliche machen. Ihnen wird es oft zu einfach gemacht Verbraucherkredite aufzunehmen – dort ist eine Überschuldung schon nachvollziehbar. Das kennt man durch die Privatkonkurse vieler Jugendlicher, die Konsumkredite für Fernseher oder Autotuning aufnehmen. Das ist aber in der Baufinanzierung nicht zu bestätigen.

Eine erfolgreiche Baufinanzierung setzt vor allem die Leistbarkeit voraus. Der wesentliche Faktor ist die über einen längeren Zeitraum gesicherte Rückzahlungsfähigkeit. Das heißt es wird nicht der aktuell niedrige Zins zur Berechnung herangezogen, sondern ein höherer. Wenn die Rückzahlung damit über eine längere plausibel abgebildet wird, dann ist die Kreditwürdigkeit gegeben. Das größte Risiko ist mit Sicherheit Jobverlust. Dementsprechend sind Menschen mit einem höheren Bildungsgrad kreditwürdiger. Großer Wert ist auch auf eine vernünftige Durchrechnung zu legen, stabil und zielsicher. Es wird ja damit Wert und Gut geschaffen, den monatlichen Zahlungsleistungen steht ja ein realer Wert gegenüber. Beim Fernseher oder einem Urlaub steht ja kein (materieller) Wert gegenüber. Die verantwortungsvolle Vergabe spiegelt sich auch in der sehr geringen Kredit-Ausfallquote wider, nur 0,2% der Immo-Kredite können nicht zurückbezahlt werden.

Strengere Gesetze und Richtlinien, aber auch die rasch fortschreitende Digitalisierung stellen Banken und Immobilien-Finanzierer vor völlig neue Aufgaben. Wie reagiert creditnet auf diese neuen Herausforderungen?

Diese Aufgabe ist Ziel unserer neuesten Entwicklung. Wir stellen unsere neue Software mit Oktober live, der ein Adapter zu allen digitalen und auch nicht digitalen Anwendungen der Banken sein wird. Damit ist es möglich online und digital mit einer Software, mit einer Logik, kommunizieren können. Das heißt Kunden müssen sich nicht mehr mit jeder einzelnen Bank-Software auseinander setzen, denn creditnet übernimmt die Funktion des digitalen Adapters all dieser Anwendungen. Damit werden die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation tatsächlich ausgeschöpft, nicht nur inselartige Online-Kulissen bespielt. Wir sind der Adapter, der alle Services zugänglich macht – wir haben diese digitale Schnittstelle, die gerade noch perfektioniert wird.

Ein Tool, mit dem alle Kommunikationswege finanzieller Natur beschritten werden können. Vorerst sind die Funktionen auf die Immobilien-Finanzierung ausgerichtet – inklusive aller dazu nötigen Erleichterungen und Hilfestellungen. Das reicht vom persönlichen Finanzplan bis zum direkten Kontakt zur persönlichen rund um die Uhr Beratung. Die Funktionen unserer Anwendung sind logisch erweiterbar – in Richtung Kommunikations-Hub wie auch finanzmathematischer Nutzung, etwa als Robo-Advisor. Wir haben die Baufinanzierung digitalisiert, jetzt gehen wir weiter. Es geht ja darum die Technik als Hilfestellung und nicht als Belastung zu verstehen. Stundenlanges Suchen in der Online-Banking-Welt kann nicht der große Vorteil der Digitalisierung sein. Banken sollten sich mit der Prozess-Optimierung beschäftigen und nicht Millionen in Banking-Lounges investieren.

Die Zukunft besteht nicht in einem Büro vor Ort oder darin, Menschen auf den Weg irgendwohin zu schicken – vor allem in Anbetracht möglicher Stadtsperren für Dieselautos. Sondern die vorhandenen digitalen Kommunikationswege möglichst effizient zu nutzen und zu beschreiten. Das kann aber nicht heißen, dass ich für jedes Service eine eigene App benötige. Aus Bankensicht macht es meiner Meinung nach auch überhaupt keinen Sinn alle Services nun einfach in digitale Förmchen zu gießen. Ein Qualitätsmerkmal der Beratung ist nicht, dass man sich unbedingt treffen muss. Ganz im Gegenteil, durch die Fülle an digitalen Services können Informationen umfassender und transparenter transportiert werden. Digital heißt nicht, dass Kommunikation auf der Strecke bleibt. Wir setzen auf massive Kommunikation, aber nicht auf den Zwang, dass sich Kunden irgendwohin bewegen werden. Die Zeit in der sich jemand wo hin bewegt, nutzen wir um zu beraten, zu informieren und die beste Strategie zu finden. 2020 werden die wenigsten bereit sein für Erledigungen Wege zurück zu legen – alles wird digital von einem Endgerät aus zu managen sein. Gedanklich befinden wir uns bei creditnet schon jetzt dort.

Ratenkredit, Autofinanzierung, Umschuldung – vieles wird heute bereits über das Internet abgeschlossen. In Sachen Baufinanzierung scheinen sich Konsumenten hier bislang noch schwer zu tun. Sind Immobilienfinanzierungen zu komplex, oder hinkt die Online-Baufinanzierung ihren Möglichkeiten bislang noch hinterher?

Ja definitiv, sie hinkt massiv hinterher. Aber wir sind mitten drin in der Veränderung und gestalten diese aktiv. Die Aufgabe ist die Komplexität zu reduzieren, die Vorgänge auf die Essenz runter zu brechen und möglichst einfach und transparent darzustellen. Dabei aber natürlich alle Vorgaben einzuhalten.

Abschließend gefragt: Wie sehen Sie eine moderne Baufinanzierung im Jahr 2020? Völlig digital, per Smartphone, vom Urlaubshotel aus? Ist das Ihrer Meinung nach für jeden realistisch?

Banken müssen derzeit leider zu viel Rücksicht auf alte Strukturen nehmen, sie können auf zu viele Dinge derzeit nur reagieren. Regulatorien verhindern eher innovative Finanzlösungen, die Kunden wirklich etwas bringen. Die schnellen flinken, sehr innovativen FinTechs werden in den nächsten Jahren ein Maximum an Kundennutzen hervorbringen. Von Ihnen werden Impulse auch hinsichtlich Transparenz und Fairness ausgehen. Ich sehe die Blockchain-Technologie als große Chance. Im Jahr 2020 ist Banking vollständig zur orts- und zeitunabhängigen Tätigkeit geworden, so auch die Finanzierung für Immobilien.

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News & Trends10.06.2015Beitrag drucken

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