RATGEBER - Zinsabsicherung

Sie haben Fragen zur besten Absicherung Ihres Kredites, hier finden Sie schnell die passende Antwort.

creditnet.at hilft Ihnen die Zinsen gering zu halten.

Was ist der Zinscap?

Der Zinscap ist ein Instrument sein Darlehen gegen steigende Zinsen abzusichern.


Was kann der Zinscap?

Mit Bezahlung einer Prämie sichern Sie die Zinsen Ihres Darlehens mit einer Obergrenze (z.B.: 4% auf den 3-Monats-Euribor) ab.

Trotzdem können Sie weiter von fallenden Zinsen profitieren.

Sofern der 3-Monats-Euribor über dem Absicherungszinssatz liegt, wird eine Ausgleichszahlung geleistet.


Was ist der 3-Monats-Euribor?

Der 3-Monats-EURIBOR ist ein in Brüssel festgestellter Referenzzinssatz, zu dem Banken Gelder für 3 Monate im Euro verleihen. Dieser Referenzzinssatz wird oftmals als Basis zur Berechnung des Zinssatzes für Darlehen verwendet.


Wann ist ein Zinscap sinnvoll?

alle variabel verzinsten Kredite bergen ZINSÄNDERUNGSRISIKO, denn höhere Zinsen verringern unmittelbar die Liquidität des Kreditnehmers!


Beispiel:


Für Ihre Finanzierung von 100.000,- € (Bankaufschlag 1,5 %) bezahlen Sie jetzt:

3-Monat-Euribor:

1,54 %

Zinsaufwand monatlich:

256,85 €

Zinsaufwand quartalsmäßig:

770,56


Bei einem Anstieg des 3-Monats-Euribor auf 5,00 % bezahlen Sie:

3-Monat-Euribor:

5,00 %

Zinsaufwand monatlich:

549,19 €

Zinsaufwand quartalsmäßig:

1.647,57 €


Durch den Kauf eines Zinscap-Optionsscheines (Strike = Deckelung 3,5 %) bezahlen Sie maximal:

3-Monat-Euribor:

3,50 %

Zinsaufwand monatlich:

422,45 €

Zinsaufwand quartalsmäßig:

1.267,36 €

Ersparnis monatlich:

126,74 €

Ersparnis quartalsmäßig:

380,21 €

 

 


Welche Finanzprodukte kann man mit einem Zinscap absichern?

Mit dem Zinscap können folgende Instrumente abgesichert werden: 

  • alle Wohnbaufinanzierungen
  • Leasing
  • Barvorlage 
  • Investitionskredit
  • Kontokorrentkredit
  • bestehende Finanzierungen 
  • Finanzierungen, die nicht bestehen, aber fix geplant sind 

Wir bieten Sicherung für alle Formen der Finanzierungen.


Welche Vorteile habe ich gegenüber einem Fixzinskredit?

Ein beliebtes Instrumentarium für die Zinsabsicherung ist die Zinsfixierung (Fixzinskredit) auf längere Zeit. Das bringt den Nachteil einer eingeschränkten Handlungsfreiheit mit sich. Denn in der Regel sind vorzeitige Rückzahlungen während der Fixzinsphase ausgeschlossen.

Weitaus intelligenter ist der Zinscap-Optionsschein, der ebenso den gewünschten Effekt der Zinsabsicherung bringt (Laufzeit und Höhe sind variabel). Der wesentliche Vorteil liegt aber darin, dass Sie bei fallendem Zinsgefüge von den niedrigen Zinsen profitieren, und vollkommen flexibel in der weiteren Gestaltung ihres Kredites sind.

Vorzeitige Rückzahlungen sind jederzeit ohne Pönale möglich!


Wie und wann kann ich den Zinscap kaufen?

Sie können den Zinscap jederzeit gegen Einmalprämie bei verschiedenen Kreditinstituten kaufen. creditnet.at hilft auch hier bei der Auswahl des günstigsten Produkts. Der Kauf ist unkompliziert und wird auch vom Kreditgeber bei Bedarf mitfinanziert.


Kann ich den Zinscap wieder verkaufen?

Ja, Sie können den Zinscap jederzeit zum aktuellen Marktpreis verkaufen!


Was kostet mich der Zinscap?

Die Prämie des Zinscaps ist abhängig von mehreren Faktoren:

  • Zinsniveau Geldmarkt
  • Zinsniveau Kapitalmarkt
  • Zinskurve (normal/steil, flach, invers)
  • Volatilität (Schwankungsbreite) der Zinsen, wie schnell haben sich Zinsen bisher geändert
  • Absicherungszins 
  • Laufzeit

Der Zinscap ist mit Ihrem creditnet.at Berater auf Ihren persönlichen Bedarf anzupassen, daraus ergibt sich der Preis.


creditnet.at übermittelt Ihnen jederzeit gerne kostenlos den aktuellen Preis des gewünschten Zinscaps!

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News
Hypothekarkredite
15.06.2011

Psychologie der Zinsabsicherung

Bare Münze - Finanz-Infos von KONSUMENT. - Diesmal: Demnächst könnte das Zinsniveau ansteigen. Dann würde die Ratenbelastung bei Hypothekarkrediten mit variabler Verzinsung steigen. Dagegen kann man sich absichern. Wir geben Entscheidungshilfen.

Wenn es gilt, das Zinsrisiko eines Kredits abzusichern, befindet sich ein Kreditnehmer in einer psychologischen Zwickmühle: eine zu frühzeitige Absicherung bedeutet, dass die noch niedrigen kurzfristigen Zinsen im Euribor oder Libor nicht bis zum Zinserhöhungszyklus genutzt werden können. Eine zu späte Absicherung bedeutet hingegen, sich ein erhöhtes Zinsniveau für lange Jahre zu sichern und entsprechend nicht oder sehr spät am späteren Zinssenkungszyklus zu partizipieren. Insgesamt keine leichte Entscheidung.

Fixe Zinsen sind günstiger

Österreichs Nachbarn in Deutschland kennen dieses Problem in diesem Ausmaß nicht: eine Vielzahl der Kredite sind dort mit 5- bis 20jähriger fester Zinsbindung versehen, Währungskredite spielen zumindest im Privatbereich keine wesentliche Rolle. Dort setzt man also mehr auf Sicherheit als in Österreich. Zwar werden die Zinstiefstpunkte nicht genutzt, aber eine Fehlentscheidung bei steigenden Zinsen ist auch kaum möglich. Deutsche Kreditnehmer haben eher die Gewissheit, dass sie ihren Kredit bedienen können, sofern sich die Einkommensverhältnisse nicht ändern.

Dem Österreicher mag zuerst einmal ein Blick auf die Zinskurve beim 3-Monats-Euribor der letzten zehn Jahre helfen:

Wir sehen hier zwischen zwei und drei Prozent und Zinsgipfel von bis zu fünf Prozent. Vor letzteren müssen wir uns als Kreditnehmer schützen. Wir wissen ja immer erst hinter dem Gipfel, wo das Ende der Fahnenstange erreicht war.

Der Zeitraum des erstmaligen Überschreitens der 4-Prozent-Marke bis zur Rückkehr in die Normalzone von unter vier Prozent kann durchaus anderthalb bis zwei Jahre dauern. Eventuell auch länger. Auch das Zinstief müssen wir mit einer Dauer von zwei Jahren ansetzen. Es ist aber damit zu rechnen, dass es auch kürzer dauern kann. 

Erwartung bestimmt den Preis

In die Zukunft kann niemand blicken. Eine Tatsache steht aber immer fest: für unsere Zinsabsicherung benötigen wir einen Vertragspartner! Dieser wird seine Markterwartung zu steigenden oder fallenden Zinsen immer in den Produktpreis einkalkulieren.

Was der Vertragspartner bei einem Zinsniveau von 4 Prozent und steigenden Zinsen für die Kosten einer Zinsabsicherung auf dem Niveau von vier Prozent erwartet: 

  • künftig steigende Zinsen: sehr hoher Produktpreis
  • gleich bleibende Zinsen: mittlerer Produktpreis
  • niedrigere Zinsen: geringer(er) Produktpreis.

Der Herdentrieb des Marktes

Jeder Marktteilnehmer, Kreditnehmer und Produktanbieter als Vertragspartner, ist bei der Zinsabsicherung weitgehend den gleichen Informationen und Meldungen ausgesetzt. Zwar ist der Produktanbieter rationaler aufgestellt und kann die Anzeichen von Volkswirtschaft und Zentralbank besser deuten, den allgemeinen Meinungsbildern kann aber auch er sich nicht entziehen. Hieraus folgt ein gewisses Herdenverhalten aller Marktteilnehmer: 

  • bei sinkenden Zinsen werden weiter sinkende Zinsen erwartet
  • bei gleichbleibenden Zinsen wird dies für die Zukunft unreflektiert fortgeschrieben
  • bei steigenden Zinsen wird mit weiter steigenden Zinsen gerechnet.

Hieraus folgt, dass vom Produktpreis aus gesehen eine Zinsabsicherung immer dann am günstigsten zu haben wäre, wenn jeder Marktteilnehmer mit sinkenden oder gleichbleibenden Zinsen über einen längeren Zeitraum rechnet. Denn dann würde die Zinsabsicherung nicht benötigt und der Verkäufer hätte ein Entgelt ohne Gegenleistung.

Am teuersten wäre die Absicherung, wenn jeder mit Zinserhöhungen rechnet. Letzteres sollte zwar vermieden werden, kommt in der Praxis aber andauernd vor. Viele Zinssicherungen werden am Höhepunkt des Zinsanstiegs oder kurz davor vereinbart. In fast panischer Angst vor weiteren Zinserhöhungen werden teure und langfristige Absicherungen vereinbart.

Strategie zur Absicherung

Einen optimalen Zeitpunkt im Vorhinein zu bestimmen ist nicht möglich. Den niedrigsten Zinssatz wird man selten treffen. Wir können uns diesem jedoch annähern, indem wir versuchen, die psychologischen Faktoren durch nachvollziehbare Regeln etwas auszuschalten. Im Beispiel des 3-Monats-Euribors könnte das so aussehen: 

  • Nach einem Jahr im Zinstief werden Wettbewerbsangebote zu Zinsabsicherungen eingeholt und Alternativen überlegt.
  • Steigt der 3-Monats-Euribor vom Zinstief um X Prozent (z.B. 0,5 Prozent), so wird die Zinssicherung abgeschlossen.
  • Die Laufzeit der Zinssicherung sollte bis in den nächsten Zinssenkungszyklus reichen. Dies sind in obigem Beispiel rund vier bis fünf Jahre.
  • Auf der sicheren Seite sind Sie mit einer Absicherung bis zum Ende der Kreditlaufzeit.

Blick in die Vergangenheit 

Je nach Referenzzinssatz, bisheriger Historie und dem aktuellen wirtschafts- und zinspolitischen Umfeld können diese Regeln natürlich auch anders lauten. Beispiel hiefür war Europa vor 1999, als es aufgrund hoher Inflation auch hohe Leitzinsen  und damit kurzfristige Marktzinsen und Zinsgipfel von bis zu 8 Prozent gab, die jede Finanzierungskalkulation zerstören würden.

Aufgrund der einseitigen Ausrichtung der Europäischen Zentralbank auf die Erhaltung der Geldwertstabilität und damit auf die Vermeidung von Inflation glauben wir jedoch, dass diese Zeiten hinter uns liegen. Auch wir können uns aber hier irren.

Den "besten Zinssatz" gibt es nicht

Psychologisch gesehen werden Sie nach Ihrer Entscheidung für eine Zinsabsicherung immer eine Bestätigung haben wollen, dass Sie die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt getroffen haben. Solche quantitativen Aussagen (bester Zinssatz etc.) sollten strikt vermieden werden. Sie haben kaum eine Chance zur Erzielung des besten Abschlusses und der besten Konditionen, außer mit sehr viel Glück. 

In jedem Fall haben Sie aber eine Entscheidung für "mehr Sicherheit" und damit "mehr Lebensgefühl" getroffen. Aufgrund der vereinbarten Zinsabsicherung haben Sie die Gewissheit, dass Sie die Kreditzinsen in den nächsten Jahren bezahlen können, auch wenn der Marktzinssatz extrem ansteigt. Diese Sicherheit und das damit verbundene Lebensgefühl sind mehr wert als die Quantifizierung einer Entscheidung bis hinter das Komma.

Quelle: Konsument, 31.03.2011

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